FIS Rennen Korea - Seoul

Skiverbände Baden-Württemberg
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Freitag, 03 Februar 2017

FIS Rennen Korea - Seoul

Für Amelie Hofmann, Benjamin Sonntag und Herbert Bühler hieß es am 16.01.2017 sehr kurzfristig Koffer packen! Es geht nach Seoul zum FIS Rennen!!

Recht kurzfristig erreichte uns die Anfrage von Seoul zwei Athleten zu einem internationalen FIS Sprint im Langlauf zu schicken. Nach kurzer Bedenkzeit, sagten Amelie, Benni und Herbert zu. Eine gute Entscheidung wie sich nach der Rückkehr herausstellte. Hatten die 3 doch so viele schöne Erlebnisse auf Ihrer wenn auch sehr kurzen Reise nach Südkorea.

Wir haben die Eindrücke anhand des Reisetagebuches von Amelie und einigen Bildern ein wenig zusammengestellt.

Am Dienstag den 17.01.2016 ging es los, auf geht’s zum Flughafen nach Frankfurt mit dem Zug. Die Zeit im Zug nutzen Amelie und Benni direkt um ein wenig die Sprache zu lernen.

Nach dem eingechecken und der Sicherheitskontrolle, ging es ab zum Gate. Leider verzögerte sich der Flug immer wieder und wurde letztendlich auf Mittwochmorgen verschoben. Am Mittwochmorgen ging es dann um 10:30 mit 16 Stunden Verspätung endlich los.

Ralf Görtz, über den die Einladung erfolgte, holte die drei vom Flughafen ab und begleitete sie zum Hotel. Nach einer kurzen Stärkung (Frühstück) wurde noch ein wenig Schlaf nachgeholt und dann ging es auch schon los – auf zum Stadtbummel durch Seoul. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wurden angesteuert und Ralf erzählte viel über Land und Leute und auch über die Geschichte der Stadt. Nach den vielen Eindrücken und den neuen Erkenntnissen gab es noch eine kurze Stärkung. Wieder alles neu, diesmal mussten die 3 anstatt mit Messer und Gabel natürlich mit Stäbchen essen und das musste zuerst erlernt werden. Wie gut das auch hier Ralf mit Rat und Tat zur Seite stand.

Nach einem quasi 48 Stunden Tag ging es dann auch endlich zurück ins Hotel.

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Am Freitag ging es auch schon wieder früh los. 07:30 Uhr Frühstück direkt im Anschluss ging es mit dem Shuttlebus zur Wettkampfstrecke. Den Wachscontainer teilte das Allgäuer Team Germany mit Russen und Japanern. Die Strecke inmitten von Hochhäusern und Sehenswürdigkeiten war ca. 900 Meter lang und recht flach bis auf zwei kleine Anstiege. Am Nachmittag stand für Herbert die Mannschaftsführersitzung an, Ralf war auch hier als Begleitung dabei. Im Anschluss daran waren die 3 noch zu einem offiziellen Empfang eingeladen.
Amelie schreibt in ihrem Bericht: Nach den Reden verschiedener koreanischen Offiziellen, die teilweise auch mit der Wettkampforganisation beschäftigt waren, wurde das 6 Gänge Menü aufgetischt, welches ausnahmsweise nicht koreanisch aber sehr lecker war!! …Das Besondere am Willkommensdinner war, dass die verschiedenen Gänge so schnell hintereinander kamen, dass wir es nicht schafften, einen Gang fertig  zu essen, bevor auch schon der nächste kam. Deshalb waren wir innerhalb kürzester Zeit fertig mit dem Essen und haben einer weiteren Situation erfahren, wo bei den Koreanern alles schnell schnell gehen muss.
Nach dem Essen lud uns Ralf zu einer kleinen Tour in ein riesiges Shopping Gebäude ein, dies nannte sich Lottes World. Dort gibt es 4 sehr lange Etagen, auf denen es sich sehr leicht verlaufen lässt und man an einem Tag nicht durchkommt. Jede Etage bietet Facetten mit viel Besonderheiten, von Restaurants über allerlei Geräte bis hin zu  Kinderspielsachen und Klamotten, es gibt dort sogar eine Eishalle. Hier halten sich die Koreaner an Wochenenden sehr gerne auf, einkaufen ist ein spezifisches Hobby der Koreaner. Während wir im Winter zum Langlaufen gehen oder anderen Wintersport betreiben, verbringen die Koreaner ihren Tag in Einkaufszentren, da es dort schön warm ist und draußen zu kalt. Selbst im Sommer ist das Einkaufen ihr Hobby, da es draußen mit meist über 40 Grad zu heiß ist und viele Koreaner keine Klimaanlage besitzen, deshalb halten sie sich dort auf.
Nach dem Rundgang fuhren wir mit der U-Bahn zu unserem Hotel. Nach einem langen, sehr schönen Tag schliefen wir im Hotel schnell ein und freuten uns auf den Wettkampf am nächsten Tag.
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Am Samstag war es dann soweit, der Wettkampf startete für Amelie um 11:00 Uhr, für Benni ging es etwas später los. Auch hier hat Amelie und einen detaillierten Bericht überlassen:
"Kurz vor meinem Start um 11:00 holte ich meine super präparierten Ski, die Herbert gekonnt richtig schnell machte. Bei den Damen starteten außer mir noch 23 andere Damen den Wettkampf, bei den Herren waren es 45. Beim Prolog mussten wir die 900 m Runde einmal laufen, um uns für die Finals zu qualifizieren. Nach dem Prolog befand sich Benni an 15. Stelle und ich belegte den 4. Platz.
In der zweistündigen Pause blieb uns genug Zeit, mit den anderen Athleten zu sprechen, ich tauschte mich auch viel mit Su aus, sie verbrachte schon einmal längere Zeit in Isny. Außerdem schauten wir uns das "Schiff" an, in welchem wir kostenfrei essen konnten.
Mit einem guten Gefühl gingen wir beide nach einem guten Prolog zwei Stunden später ins Viertelfinale. Mit einem Sieg dort schaffte ich es doch glatt ins Halbfinale, welches nur 45 Minuten nach dem Viertelfinale stattfand. Benni hatte im Viertelfinale sehr starke Gegner, die alle bedeutend größer waren als er und somit verpasste er leider um 10cm das Halbfinale.
Im Halbfinale, vor welchem ich mich auch wieder gut aufwärmte, trat ich gegen die starke Norwegerin, die schon im Prolog gewann, sowie eine Frau aus Litauen, die ebenso eine starke Leistung im Prolog aufwies. Natürlich war mir der harte Fight zwischen uns Dreien bewusst und ich wusste, dass nur zwei von unserem Heat im Finale antreten werden. Am Anfang des Halbfinales befand ich mich noch an 3. Stelle, doch dann stürzte die Litauin direkt vor mir in einer schwierigen Kurve und brach einen Stock ab. Glücklicherweise war ich nicht in den Sturz verwickelt und an dieser Stelle war mir bewusst, dass ich ins Finale komme, weil die Koreanerin hinter mir bedeutend schwächer als ich war. Natürlich freute ich mich, dass ich im Finale teilnahm doch andererseits fänd ich es sehr schade für die Litauin, dass sie gestürzt war. Ansonsten hätte es nochmal einen harten Fight zwischen uns beiden gegeben, doch solch ein Sturz kann jedem einmal passieren. Nach dem Halbfinale sprach ich noch lange mit der 18-Jährigen Norwegerin, die sehr groß war und richtig sympathisch. Zusammen erwärmten wir uns für das Finale und sprachen ununterbrochen miteinander, schafften es aber trotzdem, uns auf die letzte Runde zu konzentrieren.
Im Finale war es sehr hart, um die vorderen Plätze mitzukämpfen aber ich war sehr zufrieden mit meinem 4.Platz insgesamt, obwohl ich das Heat klar verlor. Außerdem freute ich mich sehr für die strahlende Norwegerin, die das Rennen klar für sich entscheiden konnte.
Doch das Schöne an ihr ist ihre Bescheidenheit und ihr Humor aber auch ihre Offenheit gegenüber den anderen. Vor der Siegerehrung fand natürlich noch das Finale der Herren statt. Es gab einen spannenden Kampf zwischen dem Russen und dem Koreaner Kim Magnus, letztendlich konnte der Koreaner das Rennen knapp für dich entscheiden und die Menschen, die kamen, waren sehr stolz auf ihren Landsmann.
Im Anschluss an das spannende Finale fand die Siegerehrung statt, bevor wir mit dem Bus wieder ins Hotel fuhren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir beim Rennen schöne, weiterbringende Erfahrungen gemacht haben und wir bei dem harten Rennen sehr viel Spaß hatten."
Nach dem Wettkampf durfte natürlich auch die Partymeile nicht fehlen, hier ließen die 3 zusammen mit Ralf den schönen und erfolgreichen Tag ausklingen.

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Am nächsten Tag ging es für die 3 auch schon wieder zurück Richtung Deutschland. An dieser Stelle nochmal ein kleiner Ausschnitt aus Amelies Reisebericht.
"Trotz der kurzen Zeit haben wir dank Ralf so viel erleben und erfahren können. Beim Abschied hofften wir, Ralf bald im Allgäu wiederzusehen. Der Gedanke, dass bald alles Vorbeisein wird, betrübt uns schon etwas, denn wir hätten noch länger bleiben können aber so eine wunderbare Reise übertraf alle unsere Erwartungen. Vielen Dank an Ralf fürs Organisieren und einfädeln der Reise, wir bedanken uns für die unvergesslichen Momente, denn die paar Tage mit ihm haben uns so viel Spaß gemacht, gingen viel zu schnell vorbei, werden uns aber immer in Erinnerung bleiben."








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